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Technologietransfer nach China zu Lasten des deutschen Arbeitsmarktes?

Seit Beginn der Reform- und Öffnungspolitik Chinas im Jahr 1978 ist das "Reich der Mitte" durch seine hohen jährlichen Zuwachsraten von der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit ins Zentrum der Weltwirtschaft gerückt und hat in seiner Wirtschaftsleistung inzwischen bereits die von Japan übertroffen. Innerhalb der letzten 25 Jahre konnte China seinen Anteil am Welthandel nicht nur von nahe Null auf 6 Prozent steigern sondern auch das jährliche Pro-Kopf-Einkommen verzehnfachen und Deutschland als Exportweltmeister ablösen.

Der prosperierende chinesische Automobilmarkt ist stark umkämpft, über 50 Marken im stehen im Wettbewerb. Der immer stärkere Einfluss chinesischer Automobilhersteller mit einem „chinesischen Volkswagen“ ihre Kunden in dem 1,3 Milliarden Einwohner zählenden Land zu gewinnen, motiviert auch deutsche Autobauer in China zu investieren und sich mit abgespeckten Versionen deutscher Modelle und unter dortigen Lohnniveau hergestellten Fahrzeugen um die Aufteilung des Kuchens von zuletzt 11 Millionen verkaufte Neuwagen im Jahr zu streiten.

Die etwa 2 Millionen Beschäftigten der chinesischen Automobilbauer fertigen davon bereits rund die Hälfte. Inzwischen setzt die chinesische Regierung mit einem gewaltigen Investitionsprogramm auf die Entwicklung alternativer Antriebe für die nahezu unerschöpfliche Nachfrage der chinesischen Familie am eigenen Auto. Triebfeder ist dabei weniger das Streben nach der Herrschaft auf dem heimischen Markt, sondern hinsichtlich der knappen Erdölressourcen in der Welt die Einsicht in die Notwendigkeit.  

Nicht nur die deutsche Automobilwirtschaft als einer der größten Profiteure der Globalisierung steht vor ökonomischen Herausforderungen. Der Wettbewerbs- und Anpassungsdruck auf die gesamte deutsche Volkswirtschaft und dessen Einfluss auf die Gesellschaft wird sich in den nächsten Jahren weiter verstärken. Zwar profitieren deutsche Unternehmen weiterhin vom Aufstieg Chinas zum gefragten Handelspartner, Audi verkaufte bisher eine Million Fahrzeuge in die Volksrepublik, aber im Blick auf Chinas unzureichenden Schutz geistigen Eigentums und eine quasi Verpflichtung zum Technologietransfer werden es deutschen Unternehmen in Zukunft deutlich schwerer machen ihre Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt zu behaupten.

Eine Schwächung deutscher Exporte würde jedoch zugleich auch einen Rückgang der Nachfrage exportdominierter Branchen an Arbeitskräften nach sich ziehen, was eine Abwärtsspirale in Gang setzen könnte. Es findet zwar nur noch äußerst selten eine direkte Verlagerung von Arbeitsplätzen nach China statt, doch investieren zahlreiche Großunternehmen inzwischen mehr in China und anderen asiatischen Ländern als an ihrem Heimatland.

Bereits jetzt setzen die chinesischen Exporte zahlreiche Branchen unter enormen Kostendruck. Die Dynamisierung der chinesischen Volkswirtschaft macht auch nicht vor Bildung und Wissenschaft halt. Dank steigender Qualifikation chinesischer Arbeitskräfte und rascher technologischer Lernprozesse ist der Kostendruck inzwischen auch in technologieintensiven Branchen spürbar. Während in China´s Hochschulen  jährlich es etwa vier Millionen Abgänger pro Jahr verzeichnen können - darunter 600.000 Ingenieure - fehlt in Deutschland der Ingenieursnachwuchs.


Autor: Marcus Michel BohlkenConsulting, Personalberatung für die Automobilindustrie

 

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