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Fachkräftemangel bedroht Innovationsfähigkeit der Automobilindustrie

© Fotolia

In den nächsten Jahren wird sich die Suche nach geeigneten Fachkräften zu einem wesentlichen Schwerpunkt der Personalabteilungen in den Unternehmen der Automobilbranche entwickeln. Bei den meisten Automobilherstellern nimmt die Anzahl der Modelle und Varianten zu, mit welchen die Kundenbedürfnisse in den verschiedenen Marktbereichen befriedigt werden sollen. Gerade in den letzten Jahren durchlaufen die Unternehmen zudem einen beispiellosen Innovationsprozess. Die Entwicklung marktfähiger alternativer umweltschonender Antriebe für das Auto oder die Optimierung des Leichtbaus von Karosserien führen zu hohen Investitionen von bis zu 3,4 Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr in Forschung und Entwicklung. Die Diskrepanz: Trotz steigender Investitionen in Forschung und Entwicklung gehen den Autobauern zunehmend die Fachleute für diesen Bereich aus.

Mit umfangreichen Karriereprogrammen versuchten die Automobilbauer bisher diesem Trend entgegenzuwirken. Der Münchner Automobilkonzern BMW hat im Vorjahr 400 Ingenieure und Informatiker neu eingestellt. Wettbewerber Daimler wollte zuletzt sogar 500 junge Hochschulabsolventen und Berufsanfänger einstellen. Die krisengeschüttelte GM-Tochter Opel veränderte ihre Mitarbeiterstruktur und will für die 1800 entlassenen Mitarbeiter der Produktion rund 400 Ingenieure für die Forschung und Entwicklung einstellen. Selbst Porsche  möchte mit der Neueinstellung von 100 F&E-Ingenieuren und einem Investitionsvolumen von 150 Millionen Euro seine Kapazitäten in diesem Bereich bündeln. Ford stellte im vergangenen Jahr rund 100 neue Ingenieure, IT-Experten und Vertriebsspezialisten ein.

Zusätzlich zu ihren Karriereprogrammen setzen die deutschen Autobauer aber auch auf die Bindung der bereits angestellten Facharbeiter. Die Deutschlandtochter des US-Autobauers Ford hat bereits 500 Leiharbeiter dauerhaft in feste Arbeitsverhältnisse übernommen, eine Ausgleich für die älteren Mitarbeiter, welche im Rahmen eines Altersteilzeitprogramms vorzeitig ausscheiden. Die Produktion im Daimler-Werk Rastatt wurde um 400 Beschäftigte verstärkt.

Richtig geklotzt hat der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch. Rund 3700 Hochschulabsolventen wurden 2010 weltweit eingestellt, darunter 500 in Deutschland, in China und Indien dagegen mehr als 1000. Der Wettbewerber Continental will in diesem Jahr rund 1500 Hochschulabsolventen verpflichten. Rund 80 Prozent sollen aus Bereichen mit technologischem Hintergrund kommen, nachdem bereits im Vorjahr rund 1000 Hochschulabsolventen bei Continental neu eingestellt wurden.

Auch für die Zukunft steht dem Ausbau von Forschungskapazitäten ein zunehmendes Defizit von Fachkräften gegenüber. So fehlen bereits im Jahr 2012 wieder etwa 5000 Ingenieure in den Entwicklungsabteilung deutscher Automobilhersteller. Die Ursachen hierfür liegen neben dem demographischen Wandel und dem altersbedingtem Ausscheiden hochqualifizierter Fachleute vor allem auch im fortschreitendem Ausbau der Forschungskapazitäten. Die Lücke zwischen dem Angebot qualifizierten Ingenieurnachwuchses und den ausscheidenden Fachleuten nimmt in Zukunft weiter zu, da an den Hochschulen die Ausbildung ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses dagegen stagniert. Damit wächst auch die Gefahr, dass mit jeder unbesetzten Ingenieurstelle in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Autobauer auch Entwicklungskapazitäten ins Ausland abwandern. Der Technologiestandort Deutschland würde auf Dauer nachhaltig geschwächt.

Die Lösung der Frage nach dem Wie der zukünftigen Findung von Talenten und Leistungsträgern oder der Mitarbeitermotivation zu einer erfolgsorientierten und zielgerichteten Leistung ist eine zentralen Herausforderung für das Management in den Unternehmen der Automobilbranche. Eine professionelle Personalsuche auf nationaler oder internationaler Ebene kann dabei ein effektives Mittel gegen den Fachkräftemangel sein.

Autor: Marcus Michel BohlkenConsulting, Personalberatung für die Automobilindustrie

 

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